Keta, ein klein kleines Känguru, bewirkt grosse Sprünge

 

Am Anfang stand das in Schweizer Zeitungen veröffentlichte Bild vom Känguru-Baby Keta und seiner Mutter. Die aufrüttelnde Bildlegende vom Hunger der Tiere im Zoo von Dobrich und vom fehlenden Geld für Tierfutter löste im November 1996 eine von Barbara Gehring Späni in Schaffhausen initiierte, ungewöhnliche Unterstützungsaktion aus. Mit spontan eingehenden Spenden konnte dringend notwendige Soforthilfe geleistet werden. Für Keta kam sie leider zu spät, aber Keta hat als Känguru-Baby grosse Sprünge bewirkt: Lebenshilfe für Mensch und Tier in Dobrich – Hilfe zur Selbsthilfe im besten Sinne.

 

Schon bald ist klar geworden, dass sich eine artgerechte Tierhaltung in den alten Anlagen des Zoos von Dobrich nicht erreichen lässt. Barbara Gehring Späni fand Hilfe und Unterstützung bei den Tierärzten Dr. Dolf Burki aus Schaffhausen und Prof. Dr. Ewald Isenbügel, welcher während langer Zeit Chef-Tierarzt im Zoo Zürich war. Dieses Dreier-Team war entscheidend im Projekt Zoo Dobrich.

Ewald Isenbügel entdeckte die grosse ehemalige Baumschule als idealen Standort für einen modernen Zoopark und konnte bald auch die Stadtbehörden für seine Vision gewinnen. Ihm schwebte nicht ein Zoo mit Löwen und Tigern vor, sondern ein Natur-Zoo mit vorwiegend einheimischen bulgarischen Tierarten.

Der alte Stadt-Zoo konnte kurze Zeit später geschlossen werden.